Wenn Du Dich fragst, wo Deine Zeit geblieben ist – für Dich selbst, für Hobbys, für Freunde und Familie -, steckt mehr dahinter als die „Universalausrede“, keine Zeit zu haben.
Zahlreiche Google-Suchergebnisse erklären Dir, dass „keine Zeit zu haben“ eigentlich meint, keine Lust zu haben. Doch um die Ausrede geht es in meinem Blogbeitrag nicht. Denn in vielen Fällen versuchen wir eben nicht, den unangenehmen Bitten und Einladungen anderer geschickt auszuweichen.
Oft glauben wir diese Worte so inbrünstig, dass wir uns ihrer hilflos ausgesetzt fühlen und dann wirklich keine freie Zeit finden.
Das hat mich dazu bewogen, meine Blogreihe mit der Frage nach dem eigentlichen Problem zu beginnen: Wo bleibt unsere Zeit eigentlich?
Dafür habe ich mich mit meiner eigenen Zeiteinteilung beschäftigt. Ich habe Vermutungen angestellt, meine übliche Woche nach Zeiträubern durchkämmt, und Google gefragt, was andere zu dem Thema sagen.
Ich behaupte nämlich, dass uns wertvolle Lebensfreude durch die Lappen geht, wenn wir das Gefühl haben, keine Zeit zu haben. Stress fühlt sich nie gut an und Erholung tritt auch nicht ein, wenn wir keine Zeit für die Dinge finden, die uns guttun.
Vielleicht hast Du ja Lust und schnappst Dir einen Stift, damit Du ganz nebenbei Deinen persönlichen Zeiträubern auf die Schliche kommst. Und vielleicht hinterlässt Du Deine Erkenntnisse dann auch in den Kommentaren. 😊
Was Zeit haben mit Lebensfreude zu tun hat
Auf der Suche nach Lebensfreude beginnen wir für gewöhnlich damit, Dinge zu tun, die uns Freude bereiten.
Doch Zeit dazu zu finden, ist nicht so leicht – wenn gar unmöglich. Einfacher ist es, gleich aufzugeben und weiter zu träumen.
Ich selbst spiele schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, eine eigene Website zu kreieren und über meinen Weg zu mehr Lebensfreude zu schreiben.
Voller Vorfreude hatte ich mir – vor Jahren schon – eine Domain zugelegt und dann hatte ich keine Zeit mehr. Keine Zeit, meine Ideen auszuprobieren. Keine Zeit, mir das nötige technische Wissen anzueignen. Keine Zeit, mich mit meiner Tochter zusammenzusetzen, die sich ja mit Websites auskennt. Meine Tage waren ausgefüllt, ich aber nicht erfüllt.
Weil es so viel leichter war, lebte ich noch eine ganze Weile länger in meiner fest eingerichteten Komfortzone (natürlich ohne Lebensfreude).
Fast so wie in Ilonas Portrait unserer Leistungsgesellschaft, in der Zeit alles ist. Während wir uns das von tüchtigen Zeitgenossen und erfolgreichen Marken einreden lassen, sind wir so beschäftigt, dass wir leicht in Freizeitstress geraten und unsere Erschöpfung viel zu spät bemerken. Im Handumdrehen sind wir alt und haben nichts erreicht.
Schreckpause. Damit mich dieses Schicksal nicht ereilt, muss ich schon von Grund auf etwas verändern. Dafür beginne ich mit der Frage, warum ich keine Zeit habe.
Warum ich vermute, keine Zeit zu haben
Erstaunt habe ich festgestellt, dass ich auf diese Frage spontan keine Antwort habe. Also gehe ich meinen Tag von heute nochmal in Gedanken durch:
- Da ist immer das Suchen! Wo ist das Handy? Ich höre es doch! Treppe runter.
- Schon bin ich versunken im Telefonat und – für eine Stunde – abgelenkt! Ich folge noch einer Empfehlung im Internet und stolpere dann über herzige Tiervideos. 🥰 Was wollte ich nochmal? Achja! Treppe rauf.
- Nichts funktioniert, wie es soll: Der Staubsauger saugt mal wieder nicht und muss geleert werden. Treppe runter.
- Idealerweise wäre das Toilettenpapier aufgefüllt, hingen frische Handtücher am Haken und alles befände sich nach der Benutzung wieder an seinem Platz. Treppe rauf.
Es wäre zu schön, wenn alles wie am Schnürchen laufen würde – Stichwort „Perfektionismus“. Doch neben dem ganzen Kleinkram fallen mir jetzt auch größere Zeiträuber ein:
- Zuerst denke ich ans routinemäßige Putzen. Wer hat schon Lust darauf? Spätestens nach zwei Stunden ist meine Arbeit vergebens und alles sieht wieder so aus wie vorher. Hin und her.
- Schlimmer finde ich es, wenn ich erst Platz schaffen muss. Wenn ich die Spülmaschine nicht leere und die Kaffeetasse von der Ablage räume, macht’s keiner. Vor und zurück.
- Brenzlig wird es, wenn sich Besuch anmeldet: Chaos pur! Da schaffe ich es locker, Bree Van de Kamp Konkurrenz zu machen. Auf und ab.
- Schließlich ist da der „Druck“ unaufschiebbarer Dinge, zum Beispiel auf den letzten Drücker die Steuererklärung abzugeben. Rein und raus.
Nach dieser ganzen Gedankenkette brauche ich erst einmal ein Pralinchen (wo auch immer ich das versteckt halte). Wenn ich mich schon gefühlt den ganzen Tag mit Nebensächlichkeiten aufhalte, so will ich wenigstens nicht zu lange darüber nachdenken.
Wie die Zeit vergeht: meine Wochenanalyse
Um meine Vermutung auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, habe ich als Nächstes zwei Wochen lang meine Tagesabläufe beobachtet und aufgezeichnet.
Zunächst bin ich kläglich gescheitert. Im Eifer des Gefechtes hatte ich einfach vergessen, meine Aktivitäten aufzuschreiben. Ein anderes Mal hatte ich „keine Zeit“ und dann dachte ich absolut nicht daran, besondere Vorkommnisse wie Kurzvisiten von lieben Menschen oder (auch lieben) Lieferanten zu notieren. Das Resultat: Ich hielt Notizen von 5 halben Tagen in der Hand. 😱
Da ich keine Zeit mehr verlieren wollte, musste ich auf die Notbremse treten! Nachdem ich mir Tabellen mit Wochentagen und Uhrzeiten neu ausgedruckt hatte, verabredete ich mich endlich mit meiner Tochter zur Erstellung meiner Website, jeden Werktag von 10 bis 12 Uhr.
Was soll ich sagen? Begeistert habe ich festgestellt, dass mein Haushalt diese täglichen beiden Stunden gut verkraftet hat.
Wie habe ich 2 Stunden aus dem Nichts geschaffen? Lange brauchte ich darüber nicht nachzudenken: Ich habe mich so auf die beiden Stunden mit meiner Tochter gefreut, dass ich mich einfach, ohne zu zaudern, in meine Hausarbeit gestürzt habe, um pünktlich um 10 Uhr mit meiner Morgenroutine fertig zu sein.
Aber mein Tag hat ja mehr zu bieten als meine Morgenroutine.
Was steckt in meinem Tagesablauf?
Um meinen durchschnittlichen Tagesablauf zu ermitteln, habe ich meine beiden Wochen vom 7. bis zum 20. August genauer betrachtet.
Meine Morgenroutine beginnt um 7 Uhr mit dem Füttern unserer Hündin Celi und den Wildvögeln, die pünktlich einen Rabatz in der Hecke veranstalten. Danach genieße ich einen frischen Kaffee zu Joyce Meyer im Fernsehen und mache meine Gymnastikübungen. Schließlich schaue ich nach meinen (vielen) E-Mails und frühstücke.
Falls nichts Besonderes ansteht, leere ich vor 10 Uhr noch die Spülmaschine, schalte die Waschmaschine ein und bereite mein Mittagessen vor. Dann ist es auch schon so weit, an meiner Website zu arbeiten. Um 13 Uhr lasse ich mir das Mittagessen schmecken und dann ist Schmusezeit mit Celi angesagt.
So weit, so gut.
Nachmittags gehe ich zuerst mit Cellchen eine Runde Gassi. An Donnerstagen und Freitagen treffe ich mich danach meist mit meiner Freundin oder Schwester. An allen anderen Tagen nehme ich eine der vielen Aufgaben in Angriff, die noch im Haushalt oder Garten ausstehen.
Als Pause gönne ich mir für gewöhnlich eine Wiederholung von Death in Paradise oder ein Ballspiel mit Celi im Garten. An weniger produktiven Tagen schiebe ich noch eine Zeitschrift von „lecker vegetarisch“ dazwischen, einen Ärmel für meinen Strickpulli oder Tiervideos auf Telegram.
So sieht mein Nachmittag jedenfalls aus, wenn nichts Unvorhersehbares eintritt.
Schnell ist es 20:00 Uhr abends und Zeit zu kochen, was mein Mann und ich oft mit einem Rotweinchen vor dem Fernsehen abrunden. In den Werbepausen spüle ich und bereite mich aufs Schlafengehen vor.
Mit Gedanken an die morgige Hausarbeit und all die Dinge, die ich wieder nicht geschafft habe, schlafe ich (meist traumlos) ein.
Wegen des Haushalts keine Zeit?
An diesen zwei Wochen habe ich klar erkannt, dass der Haushalt die mir unangenehmste und zeitaufwendigste Tätigkeit ist.
Doch bei näherer Betrachtung kommt niemand am Haushalt vorbei: Wir wollen uns ja etwas zu essen kochen. Wir wollen uns etwas Sauberes anziehen. Wir wollen unseren Besuch in gemütlichen vier Wänden willkommen heißen. – Ohne Haushalt ist das nicht möglich.
Wenn wir aber tagtäglich widerwillig unseren Haushalt verrichten, werden wir in unserer Arbeit noch mehr gebremst und verlieren wirklich kostbare Zeit.
Dein Haushalt ist also kein Zeiträuber, sondern eine Notwendigkeit wie das Zähneputzen jeden Tag.
Was bleibt dann noch übrig, was wir als Zeiträuber identifizieren können? Womit beschäftigen wir uns noch (unnötiger Weise), anstatt unseren Prioritäten nachzugehen? Was könnten wir locker auf ein andermal verschieben? Worauf ganz verzichten?
Während der Sichtung meiner Aufzeichnungen sind mir zwei bessere Kandidaten aufgefallen, nämlich Unternehmungen und Unterbrechungen, und – ähm – das Faulenzen. Du weißt schon: Nachrichten, Internet, Handy & Co.
Beginnen wir mit dem ersten.
Zu viele Unternehmungen und Unterbrechungen?
Mit Unternehmungen und Unterbrechungen meine ich Ereignisse, für die ich mein Website-Projekt verschieben muss. Zum Beispiel wenn die Waschmaschine streikt, ich krank werde oder (sehr willkommen) die Freundin anruft oder einlädt.
In meinen täglichen Aufzeichnungen habe ich mehrere solcher Ereignisse gefunden, die ich in drei verschiedene Kategorien einteilen würde:
- Treffen mit Freunden und Familie zu Hause oder im Restaurant, wobei gerade die Vorbereitung viel Zeit in Anspruch nimmt, wie das Outfit wählen, Wein und Blumen besorgen, Kuchen backen, und Vieles mehr
- Spontane Unternehmungen wie das Pilzesuchen und Kaffeetrinken nach der Hunderunde oder die Shoppingtour mit der Schwester
- unangenehme Zwischenfälle, die sofort einer Reaktion und Lösung bedürfen, eines Elektrikers, der Wasserwerke oder der Bettruhe zum Beispiel
Das sind aber bei Weitem noch keine Zeiträuber, die ich gewillt bin zu streichen, nur um mein Website-Projekt nicht verschieben zu müssen. Ich will weiterhin die Freiheit haben, mir liebe Menschen zu treffen, diese Kontakte zu pflegen und auch mal spontan einen Städtetrip mit meinem Ehemann zu unternehmen.
Warum liste ich solche Unternehmungen und Unterbrechungen dann als mögliche Zeiträuber auf? Oder sollte ich fragen, wann sie Zeiträuber sind?
Im Grunde empfinde ich sie nur dann als Zeiträuber, wenn ich während der Unternehmung oder Unterbrechung dauernd an mein Website-Projekt oder andere Pflichten denken muss. Ich bekomme dann ein schlechtes Gewissen oder habe zum Schluss meiner Woche das Gefühl, übermäßig viel davon durchlebt zu haben. Vielleicht auch dann, wenn ich mich frage, ob ich doch „Nein!“ hätte sagen sollen.
Mehr Zeit fürs Faulenzen und Seelenbaumeln?
Für mich bedeutet „Faulsein“, ziellos durchs Haus zu streifen oder meine Arbeiten halbherzig in die Länge zu ziehen, ohne sie zu beenden. Auch verstehe ich darunter, einfach nur herumzusitzen, zum Beispiel Fernsehen zu schauen, mich in meinen Gedanken zu verlieren oder mich „sonnenblind“ auf dem Gartenstuhl zu räkeln. Kurzum: Zeit zu verschwenden.
Das Faulsein ist für mich daher negativ konnotiert, denn es bringt mein Website-Projekt kein Stück weiter. Ich mache mir deshalb Vorwürfe und kann es nicht einmal genießen, faul zu sein.
In meinen Aufzeichnungen taucht das „Faulenzen“ immer wieder auf. Während dieser Zeiten habe ich:
- draußen Vitamin D getankt,
- in Rezeptbüchern geblättert,
- meine Lieblingsfolgen im Fernsehen angeschaut,
- mit Celi gespielt, die sich wenigstens im Tausch gegen Leckerchen körperlich betätigt,
- links und rechts aufgeräumt,
- an meinem Pullover gestrickt.
Sofern ich damit nicht gerade etwas Unangenehmes aufschieben wollte, bezweifle ich jedoch, dass all diese Aktivitäten wirklich „faul“ von mir waren.
Selbst wenn ich mich nur draußen gesonnt habe, so war das keine verschwendete Zeit, weil ich meine Seele habe baumeln lassen. Eine Zeit lang fühlte ich mich erholt und inspiriert, und ich hatte kein schlechtes Gewissen. Das kam erst später, nämlich nachdem ich auf meine To-Do-Liste geschaut hatte.
Wieder so ein zweischneidiges Schwert. Um genau zu sein, sollten wir klar zwischen Faulenzen und Seelenbaumeln unterscheiden, finde ich. Denn wir brauchen unsere Pausen!
Deshalb deute ich „Faulsein“ jetzt so:
Faulsein setzt voraus, im Moment des Faulseins eigentlich etwas (Dringendes) zu tun zu haben, sich dessen völlig bewusst zu sein, und die Zeit dafür trotzdem mit Belanglosem zu vergeuden. Resultat ist, dass wir verschieben, was uns wichtig erscheint.
Am Zeitmangel selbst schuld?
Das führt mich zum nächsten Gedanken: Echte Faulheit kommt oft mit einem schlechten Gewissen einher – mit Schuldgefühlen.
Ich könnte auch sagen, dass unsere Zeit manchmal an unproduktiven Gedankenketten hängen bleibt. Gerade dann, wenn wir unsere Schuld auf andere „abzuschieben” versuchen, neigen wir dazu, in unsere (schlechten) Gewohnheiten zu verfallen. Wir lamentieren dann unseren Zeitmangel, da wir ja leider nichts daran ändern können.
Ich denke jetzt vor allem an den Anfang meines Blogbeitrags, an dem ich selbst verschiedene Zeiträuber vermutet und „beschuldigt” habe. Zwar sehe ich das als legitimen Schritt, um die Frage nach unserem Zeitmangel zu beantworten. Doch schon danach habe ich Zeit verloren, weil der bloße Gedanke an manche Zeiträuber mich so hat wütend werden lassen, dass ich keinen Satz mehr schreiben konnte.
In den zwei Wochen aber, die ich aufgezeichnet habe, kam mir der Gedanke nicht wieder, und schlussendlich haben sich nicht alle Vermutungen bestätigt. Zum Beispiel hat sich gezeigt, dass die meisten Zeiträuber ohne mein eigenes Mitwirken gar nicht erst zustande gekommen wären.
Das führt mich direkt zum nächsten Schritt meiner Zeitsuche, denn in den Beiträgen anderer habe ich einige interessante Parallelen zu meinen eigenen Erkenntnissen gefunden.
Warum andere keine Zeit haben
In seinem Artikel beschreibt Tim Hamer, wie wir bewusst eine Opferrolle annehmen, wenn wir behaupten, keine Zeit zu haben. Denn so waschen wir unsere Hände in Unschuld. Grund dafür ist meistens, dass wir in dem Moment etwas anderes prioritär behandeln – ob das nun wirklich wichtig für unsere Ziele ist oder nicht. Selbst kurzfristige Belohnungen wie ein Abstecher zum Fernseher oder zu Facebook können zur Priorität werden. Das allein zeigt uns, dass wir immer die Kontrolle darüber haben, wie wir unsere Zeit nutzen.
Was sonst noch hinter den Worten „keine Zeit“ steckt, klärt für uns Florian von „Nachhaltig sein“.
Auch von Alexandra Gojowy lernen wir, dass keine Zeit zu haben eine Entscheidung ist und dass es darum geht, was wir mit unserer Zeit anfangen. Anstatt uns also von einem Abenteuer zum nächsten zu stressen, sollten wir lieber ehrlich mit uns und anderen sein. Wenn wir uns nämlich Zeit für uns selbst nehmen, haben wir auch wieder Lust, unsere Zeit mit anderen zu teilen.
Für Ulrike Bossmann ist unser Zeitproblem heutzutage nicht mehr nur auf eine Organisationsschwäche oder auf falsch gesetzte Prioritäten zurückzuführen. Vielmehr hat sich unser Lebenstempo durch die vielen technischen Möglichkeiten so beschleunigt, dass wir der Zeit ständig hinterherrennen. Das hat eine „kollektive, innere Ruhelosigkeit“ geschaffen, die für uns normal geworden ist und die selbst vor unserer Freizeit keinen Halt mehr macht. Der einzige Ausweg (vorbei an allen Ablenkungen) sei es, gesunde Gewohnheiten aufzubauen.
Deshalb haben wir keine Zeit
Zuerst bin ich davon ausgegangen, dass ich meine Zeit mit Nebensächlichkeiten vergeude. Nach meiner Wochenanalyse habe ich dann aber schnell festgestellt, dass:
- der Haushalt kein Zeiträuber ist,
- Unternehmungen und Unterbrechungen nur dann welche sind, wenn sie zu häufig auftreten oder ich „Ja“ sage, wenn ich aber „Nein“ meine,
- ich Faulenzen oft mit Seelenbaumeln oder Haushalt verwechsle,
- und ich gerade durch negative, unproduktive Gedankenketten sehr viel Zeit verliere.
Meine Recherchen haben dann zutage gebracht, dass wir durch das beschleunigte Tempo unseres Berufs- und Privatlebens ungesunde Gewohnheiten angenommen haben, um gesellschaftlich mithalten zu können, dass wir unter dem Deckmantel des Zeitmangels selbst unwichtige Dinge prioritär behandeln, und dass uns schnell die Puste ausgeht, wenn wir uns keine Zeit für uns selbst nehmen.
Wir haben deshalb keine Zeit, weil wir uns abgewöhnt haben, unser Tagewerk bewusst zu verrichten.
Den Leistungsdruck der heutigen Gesellschaft haben wir so verinnerlicht, dass wir zum Ende des Tages selten noch genau wissen, was wir alles getan haben. Wenn wir uns mit unseren Gedanken aber ständig schon im nächsten Moment befinden, nutzen wir unsere Zeit nicht, sondern wir „ergeben“ uns nur noch unserem Schicksal. Wir verausgaben uns, ohne es zu bemerken.
Mit der Wochenanalyse haben wir den Wettlauf gegen die Zeit nicht nur angehalten und unsere Zeiträuber entlarvt. Wir haben auch einen ersten Schritt in Richtung Achtsamkeit getan. Jetzt müssen wir unsere Wochenanalyse nur noch praktisch verwerten und das tun wir – ganz achtsam – im nächsten Beitrag.
Du bist frei, keine Zeit oder Zeit zu haben.